Die Schulsozialarbeiterin stellt sich vor:

Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit

Angebote

Aufgabenschwerpunkte:
 Einzelfallhilfe:
• Hilfe bei individuellen Lebensfragen
• Begleitung von SchülerInnen im Prozess des Erwachsenwerdens
• Mediation bei Konflikten mit Schülern, Lehrern, Freunden oder Eltern
• Unterstützung bei schulischen Problemen oder Fernbleiben vom Unterricht
• Beratende Gespräche & praktische Übungen mit Einzelnen oder im Gruppensetting
• Kooperation mit und Vermittlung von weiterführenden Hilfsangeboten (z.B. Familienberatung, Beratungsstelle für Schwangere und Familie)
• Förderung sozialer Kompetenzen
• Beratung und Vermittlung bei Fragen zur Berufsorientierung
• Regelmäßige Teilnahme an kollegiale Fallberatungen und Supervision

 Gruppenarbeit
• Präventionsangebote (siehe „Übersicht für Lehrer“)
• erlebnispädagogische Klassenaktionen (siehe „Übersicht für Lehrer“)
• Hospitationen

 Gemeinwesenarbeit:
• Organisation und Durchführung von thematischen Elternabenden in Kooperation mit den anderen sozialen Diensten der Diakonie z.B. der Familienberatung oder Suchtberatung
• Enge Kooperation mit den SchulsozialarbeiterInnen der Oberschule Lengefeld, der Ev. Mittelschule “Erhard und Rudolf Mauersberger” Großrückerswalde, der Oberschule Olbernhau und der Schule zur Lernförderung „Johann Heinrich Pestalozzi“
• Vernetzung mit anderen Einrichtungen der Jugendhilfe (Vermittlung von Freizeit- und Ferienangeboten)
• Gremienarbeit u.a. in der Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit Sachsen e. V. (www.schulsozialarbeit-sachsen.de) und in der Landesarbeitsgemeinschaft Sozialdiakonische Kinder- und Jugendarbeit kurz SOjA (www.evjusa.de/soja-sachsen.html)
Weitere Informationen:
Richtlinie des Sächsischen Staatministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung von Schulsozialarbeit im Freistaat Sachsen (FRL Schulsozialarbeit) vom 14. Februar 2017, mit Änderungen durch die Richtlinie vom 6. März 2018

https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift/17165-FRL-Schulsozialarbeit
Fachempfehlung zur Schulsozialarbeit im Freistaat Sachsen, verabschiedet vom Landesjugendhilfeausschuss am 24.06.2016

https://www.familie.sachsen.de/download/Verwaltung/lja_Fachempfehlung_Schulsozialarbeit.pdf

Regelung zur Umsetzung der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz zur Förderung von Schulsozialarbeit im Freistaat Sachsen (FRL Schulsozialarbeit), die mit der Richtlinie vom 6. März geändert worden ist, vom 29. Mai 2018.

https://www.ksv-sachsen.de/images/dokumente/foerderung_ljhg/Kinder_jugend/FRL-SZ-Regelungen.pdf

Franziska Hielscher
Pädagogin Bachelor of Arts
Teamleitung Jugendsozialarbeit / Regionalteam Marienberg – Olbernhau
Ansprechpartner für die Region Marienberg
Beratung, Prävention, thematische Veranstaltungen, Elternkurs
Mobil: 0162/26 59 519
Mail: f.hielscher@diakonie-marienberg.de

Träger

KONTAKT:

Telefon: 03735 / 60 92 00
Per Mail: jsa@diakonie-marienberg.de
www.diakonie.kirche-marienberg.de

Postanschrift: Diakonisches Werk Marienberg e.V. Goethering 5 09496 Marienberg

Revolution-Train macht Halt in Annaberg-Buchholz

Drogenküche

Am 09.11.2016 machte sich die Klasse 7a der Heinrich-von-Trebra Oberschule auf den Weg nach Annaberg-Buchholz zum Revolution-Train. Nach einer sehr problembehafteten Organisation nahmen letztendlich 2 von ursprünglich 9 angemeldeten Klassen an der Veranstaltung teil.

Einleitend wurde etwas zur Entstehung des Revolution-Trains gesagt. So ist das Konzept vor 10 Jahren entstanden und es haben bereits über 20.000 SchülerInnen den Revolution-Train besucht. In den nächsten Jahren sei ein fest installierter Wagon in Annaberg-Buchholz als Begegnungsstätte geplant. Außerdem stimmen erste Fotos von Drogenküchen und entsprechendem Equipment auf das Thema ein.

Die SchülerInnen erhalten einen Fragebogen, in dem sich der erste Teil auf persönliche Angaben zum Umgang mit legalen und illegalen Drogen bezieht. Die somit erhobenen Daten sollen innerhalb einer Statistik ausgewertet werden. Der zweite Teil beinhaltet Fragen zu dem folgenden Film.

Der Inhalt der Anti-Drogen-Veranstaltung baut sich auf, indem den SchülerInnen eine Filmsequenz aus einer “typischen” Laufbahn eines Drogenabhängigen gezeigt wird. Zwischendrin hält der Film an und eine Computerstimme stellt eine Frage, beispielsweise wie die SchülerInnen das weitere Verhalten einer Filmfigur einschätzen. Die Schüler markieren eine vorgegebene Antwort auf ihrem Blatt. Der Film läuft automatisch weiter.

Nach Ende der Filmsequenz rollt sich die Leinwand nach oben und man befindet sich in der nachgestellten Szene. Die Szenen beinhalten einen Besuch in einer Bar, die Unfallstelle, eine Gefängniszelle, ein Polizeiverhör, die Unterkunft eines Drogenabhängigen, eine Arztpraxis und am Schluss den Ort, an dem der Konsument verstorben ist. An diesen Stellen bekommen die SchülerInnen kurz etwas zum Thema erklärt (z.B. über Alkoholkonsum) oder müssen sich einer Aufgabe stellen (z.B. einer Befragung bei der Polizei). Anschließend geht es in den nächsten Wagon. So wird den SchülerInnen in 7 Teilen ein kompletter Film gezeigt und auf verschiedene Aspekte einer Drogenlaufbahn eingegangen.

In einer Gruppe von 20 Teilnehmern wurden wir von 2 anleitenden Personen durch die Veranstaltung geführt. Der Mann ist sonst als Polizist tätig, die junge Frau ist Studentin der Sprach- und Politikwissenschaften. Diese Personen wurden durch eine Schulung in Prag für den Einsatz im Revolution-Train ausgebildet.

Fazit:

Im Vorfeld wurden meine Erwartungen durch die Berichterstattung und das große politische Interesse erheblich nach oben geschraubt. Leider konnten diese nicht erfüllt werden.

Bei mir ist der Eindruck entstanden, dass es sich um eine klassische „Du darfst keine Drogen nehmen“-Belehrung in moderner Version handelt. Die beeindruckende Kulisse täuscht über den klischeehaften Inhalt und die gänzlich fehlenden Reflexionsmöglichkeiten hinweg.

Der Film zeigt eine scheinbar klassische Drogenkarriere. Bei einer Party kommt die Klicke mit illegalen Drogen in Kontakt. Auf der Heimfahrt passiert ein folgenschwerer Unfall. Ein Pärchen der Klicke rutscht immer weiter in den Drogensumpf usw. – alles ist darauf ausgelegt die Handlung möglichst dramatisch darzustellen. Der Film kann nur eine Variante eines Lebenslaufs zeigen, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass im Gespräch noch einmal darauf Aufmerksam gemacht wird, dass es nicht nur den Einstieg über das Ausprobieren aus „Spaß an der Freude“ in die Drogenlaufbahn gibt. Sondern dass Menschen auch Drogen konsumieren, um beispielsweise im Arbeitsleben leistungsfähig sein zu können und damit auch den Aspekt benennen, das Medikamente und illegale Drogen für den Konsumenten auch positive Effekte haben können. Generell ist der praktische Anteil, indem sich die SchülerInnen hätten einbringen können viel zu kurz gekommen.

Der Film hält an und die Fragen werden gestellt. Dadurch, dass die Fragen von einer Computerstimme gestellt werden und die SchülerInnen vorgegebene Antworten lediglich auf ihrem Antwortblatt markiert haben, blieb die für eine ansprechende Prävention nötigen Reflexionsmöglichkeiten ungenutzt.

Die Leinwand geht hoch und wir befinden uns mitten in der Handlung. Um die nachgestellten Szenen noch realistischer wirken zu lassen, wurden entsprechende Geräusche eingespielt, so konnte man nur unter erschwerten Bedingungen den Ausführungen der anleitenden Personen folgen.

Es gab keine Differenzierung zwischen legalen und illegalen Drogen und die Art, wie die Botschaft transportiert wurde, geschah teilweise „mit erhobenem Zeigefinger“. Mich erinnerte das eher an die klassischen Drogen-Präventions-Veranstaltungen der Polizei. Es gelang den führenden Personen kaum die SchülerInnen aktiv einzubeziehen und es gab nur wenig Austausch mit ihnen. Ich kann nicht einschätzen, inwieweit bei SchülerInnen Empathie für die Filmfiguren erzeugt werden konnte. Es wurden auch keine alternativen Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Hier wäre Spielraum gewesen, um Reflexions- und Handlungsfähigkeit anzuregen.

Am Ende des Filmes ist die weibliche Filmfigur schwanger. Sie schafft den Absprung und bekommt ein gesundes Kind. Der Kindsvater erliegt den Drogen. Bei der ganzen Dramaturgie fehlen mir die Hinweise auf die Langzeitfolgen des Drogenkonsums – die konkrete Benennung physischer und psychischer Erkrankungen) und die Folgen für (ungeborene) Kinder. Es entsteht der Eindruck, dass nach einer Therapie alles wieder gut ist.

Es steckt viel Potenzial im Revolution-Train. Mit Fachpersonal, das sowohl methodisch, als auch kommunikativ entsprechende Kompetenzen mitbringt, aber auch Fachwissen zum Thema Sucht hat, könnte man die SchülerInnen auf der persönlichen Ebene erreichen, Reflexion ermöglichen und das Handeln der Teilnehmer auf Dauer beeinflussen. Das wäre nachhaltig und hätte dann auch den Titel „Suchtprävention“ verdient.

Kristina Claas
Schulsozialarbeiterin

„Nicht ohne mein Smartphone!“

„Nicht ohne mein Smartphone!“ – am 07.11.2016 fand der erste Medienaktionstag in der Klasse 6 a statt.

Was haben Hannah Smith aus Großbritannien (14), Kenneth Weishuhn aus den USA (14), Ciara Pugsley aus Irland (15) und Erin Gallagherer aus Irland (13) gemeinsam? (www.bravo.de)
Sie alle nahmen sich das Leben, weil sie im Internet verspottet, gemobbt, gehänselt und ausgeschlossen wurden. Die SchülerInnen bekamen zum Einstieg in das Thema kurze Lebensgeschichten von Jugendlichen und deren dramatischen Umständen vorgelegt. Hier werden die schlimmsten Auswirkungen der (rücksichtslosen) Mediennutzung veranschaulicht und es soll Betroffenheit erzeugt werden.
Nach einer Einführung wurden dann die SchülerInnen nach ihren eigenen Erfahrungen im Netz und ihrem Nutzungsverhalten befragt. So wurde deutlich, dass von 19 SchülerInnen 18 ein eigenes Handy besitzen. Fast alle nutzen What`s App und YouTube, aber auch Facebook, Instagram, Hangout und Snapchat werden genutzt. Zu berücksichtigen ist dabei vor allem, dass beispielsweise bei What`s App laut Nutzungsbedingung erst ab 16 Jahre ein Account erstellt werden kann.
Sebastian Hahn von der Diakonie Marienberg leitete die Veranstaltung. Er gab Tipps zum sicheren Umgang im Internet, zeigte auf, wo Risiken lauern und was im Netz mit persönlichen Daten passiert. Außerdem stellte er sich den Fragen der SchülerInnen und untermauerte den theoretischen Teil der Veranstaltung mit lebensnahen Beispielen und eigenen Erfahrungen. Am Ende der Veranstaltung recherchierten die SchülerInnen in Gruppen zu verschiedenen Begriffen aus der „Cyberwelt“ und stellten ihre Ergebnisse vor.
Das Feedback der SchülerInnen der 6 a war durchweg positiv. Die hohe Mediennutzung und die aufkommenden Fragen verdeutlichen den Bedarf, dass Jugendliche im Umgang mit der digitalen Medienwelt begleitet und geschult werden müssen. Mehr Anregungen und zu diesem Thema finden SchülerInnen, Lehrer und Eltern auf der Internetseite www.klicksafe.de oder bei den SchulsozialarbeiterInnen.
Aufbauend bieten wir einen Elternabend zum Thema „Medienpädagogik“ an und möchten unsere Veranstaltungsreihe um ein Angebot für die Klassenstufe 8 erweitern.
Kristina Claas

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Thema Mobbing

Aus unserer Arbeit – Thema “Mobbing” siehe Trebra aktuell

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